Das Fundament baust du hier. Die Systeme darüber im Bootcamp, mit anderen zusammen. Zur Warteliste
Das Claude-Setup
Ein Nachmittag, damit Claude dein Geschäft kennt, deinen Ton trifft und nie etwas über deine Kunden weiß, das es nicht wissen darf.
Ein Fenster, eine Frage, Tab zu
In fast jedem kleinen Business, das ich mir anschaue, läuft AI nach demselben Muster. Ein Chatfenster geht auf, eine Frage geht rein, die Antwort ist okay, der Tab geht zu. Beim nächsten Mal fängt alles wieder bei null an. Wer du bist, was du verkaufst, wie du klingst, das erklärt man dem Tool jedes Mal neu oder gar nicht.
Die Antworten bleiben deshalb Durchschnitt. Kein Wunder, das Modell kennt dich nicht. Es füllt die Lücken mit dem Mittelwert aus allem, was es je gelesen hat, und der Mittelwert klingt nach niemandem.
Dieser Guide dreht das um. Ob du allein arbeitest oder mit einem Team, das Setup ist dasselbe: ein Nachmittag, und Claude arbeitet ab dann mit deinem Kontext statt mit Durchschnitt. Der Datenschutz läuft dabei nicht als Fußnote mit, er ist Teil des Setups. Du entscheidest am Anfang einmal sauber, was rein darf und was nie, und musst danach nicht mehr bei jeder Eingabe grübeln.
Fünfzehn Minuten Einstellungen
Bevor irgendein Inhalt in Claude landet, vier Handgriffe.
Erstens der Account. Registrierung auf claude.ai, der kostenlose Plan reicht zum Ausprobieren. Sobald du täglich damit arbeitest, lohnt der Pro-Plan, weil Projekte und die stärkeren Modelle dann ohne enge Limits laufen.
Zweitens die Desktop-App. Claude läuft im Browser, aber lad dir direkt die Desktop-App für Mac oder Windows herunter. Für dieses Setup brauchst du sie noch nicht zwingend, aber alles, was später aus Claude ein System macht, läuft dort. Einmal installiert, einmal eingeloggt, fertig.
Drittens die Modelle. Claude ist nicht ein Modell, sondern eine Familie. Du musst hier nichts auswendig lernen, aber ein Gefühl für die Abstufung hilft.
- Fable, das stärkste Modell, für die kniffligsten mehrstufigen Aufgaben. Das hebst du dir auf.
- Opus, auch eine schwere Maschine, für komplexe Arbeit, wenn Sonnet erkennbar an eine Grenze kommt.
- Sonnet, das Arbeitstier für den Alltag. Damit startest du.
- Haiku, das schnelle für den Kleinkram.
Sonnet als Standard, fertig. Der Rest ergibt sich beim Arbeiten.
Viertens, und das ist der Handgriff, den fast alle überspringen: die Datenschutz-Einstellung. Die Einstellungen findest du, indem du unten links auf deinen Namen klickst und dann auf Einstellungen gehst. Dort gibt es einen Schalter, der erlaubt, dass deine Chats zum Training der Modelle verwendet werden. Auf dem kostenlosen Plan und auf Pro steht er standardmäßig an. Schalt ihn aus. Der Grund ist einfach: du legst gleich Geschäftskontext in dieses Tool, und deine Geschäftsdaten haben in fremden Trainingsdaten nichts verloren.
Das Ausschalten wirkt nach vorn. Chats, die vorher schon drin waren, zieht Claude damit nicht rückwirkend aus alten Trainingsläufen. Wenn du in den ersten Tagen sensible Sachen reingetippt hast, lösch diese Chats von Hand. Gelöschtes fließt nicht in künftiges Training.
Im Team- und Enterprise-Plan brauchst du den Schalter nicht. Dort steht im Vertrag, dass eure Ein- und Ausgaben nicht zum Training verwendet werden. Das ist der Unterschied zwischen Ausprobieren auf Pro und einem echten Firmen-Setup, und dazu unten mehr.
Im selben Zug aktivierst du das Gedächtnis. Es sitzt unter Einstellungen, Fähigkeiten, im Abschnitt Speicher. Schalt dort „Gedächtnis aus Chat-Verlauf generieren" an. Das brauchst du gleich.
Fünfzehn Minuten, dann steht der Rahmen.
Die Drei-Zonen-Regel
Bevor auch nur ein Satz über dein Geschäft in Claude landet, die Frage, die sich jeder stellt und kaum ein Guide beantwortet: was darf da eigentlich rein?
Die amerikanischen Vorlagen, nach denen halb LinkedIn arbeitet, kennen die Frage gar nicht. Dabei ist die Regel einfach genug für einen Bierdeckel. Drei Zonen.
Zone 1, darf immer rein: alles über dich und dein Geschäft. Deine Positionierung, dein Angebot, deine Preise, deine Zielgruppe als Beschreibung, dein Schreibstil, deine Prozesse. Das sind deine Daten, du entscheidest, und genau diese Daten machen die Antworten gut.
Zone 2, darf rein mit Verstand: Kundenfälle ohne Personenbezug. Die Anfrage einer Kundin als anonymisierter Fall, ein Projektverlauf ohne Namen, Zahlen ohne Zuordnung. Faustregel: wenn eine dritte Person aus dem Text nicht erkennbar ist, auch nicht über Umwege wie Branche plus Ort plus Rolle, ist der Fall grün.
Zone 3, darf nie rein: personenbezogene Daten Dritter. Namen von Kundinnen und Kunden in Verbindung mit ihrem Anliegen, E-Mail-Verläufe mit echten Absendern, Gesundheitsdaten, Gehaltsdaten, Zugangsdaten, Verträge mit Klarnamen. Sobald es um identifizierbare andere Menschen geht, brauchst du nach DSGVO eine Rechtsgrundlage, und „war praktisch" ist keine. Vor dem Einfügen anonymisieren, Namen raus, Kürzel rein. Das kostet dreißig Sekunden und erspart dir die Frage, ob du gerade ein Problem erzeugt hast.
Ein Satz zum Plan, weil die Frage sonst später kommt. Solange du Zone 3 draußen hältst, reichen der kostenlose Plan und Pro für alles in diesem Guide. Du verarbeitest keine personenbezogenen Daten Dritter, also brauchst du dafür auch keinen Vertrag.
Das kippt in dem Moment, wo du echte Kundendaten mit Personenbezug verarbeiten willst. Dann braucht dein Unternehmen nach DSGVO einen Auftragsverarbeitungsvertrag, kurz AVV, mit dem Anbieter. Den bekommst du ab dem Team-Plan. Der kostenlose Plan und Pro bringen keinen AVV mit, sie sind für den Einzelgebrauch gedacht. Das ist der Schritt vom Ausprobieren zum Firmen-Setup, und den gehst du bewusst, wenn er dran ist. Für den Anfang trägt dich die Zonen-Regel.
Diese Regel gilt für alles, was jetzt kommt. Gedächtnis, Projekt, Briefing. Einmal verstanden, läuft sie nebenbei mit.
-
Zone 1
Darf immer rein
Alles über dich und dein Geschäft. Das sind deine Daten, du entscheidest — und genau diese Daten machen die Antworten gut.
- Positionierung
- Angebot und Preise
- Zielgruppe als Beschreibung
- Schreibstil
- Prozesse
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Zone 2
Darf rein mit Verstand
Kundenfälle ohne Personenbezug. Grün ist ein Fall erst, wenn eine dritte Person daraus nicht erkennbar ist, auch nicht über Umwege wie Branche plus Ort plus Rolle.
- Anfrage als anonymisierter Fall
- Projektverlauf ohne Namen
- Zahlen ohne Zuordnung
-
Zone 3
Darf nie rein
Personenbezogene Daten Dritter. Vor dem Einfügen anonymisieren: Namen raus, Kürzel rein. Kostet dreißig Sekunden.
- Kundennamen samt Anliegen
- Mailverläufe mit echten Absendern
- Gesundheits- und Gehaltsdaten
- Zugangsdaten
- Verträge mit Klarnamen
Das Gedächtnis, Claude lernt, wer du bist
Der Speicher, den du gerade aktiviert hast, ist Claudes Gedächtnis über dich. Es wirkt in jedem Chat, egal worum es geht, und es wächst von selbst mit, während du arbeitest. Damit es von Anfang an in die richtige Richtung wächst, gibst du ihm jetzt ein Kurzprofil.
Öffne einen neuen Chat und erzähl Claude in fünf bis acht Sätzen, wer du bist. Deine Rolle, was dein Business macht, wie du angesprochen werden willst, welche Aufgaben regelmäßig anfallen, welche Formulierungen du nie sehen willst. Am Ende der Zusatz: merk dir das für alle zukünftigen Gespräche. Ab dann musst du dich in keinem Chat mehr vorstellen.
Zwei Dinge gehören nicht hinein, ohne Ausnahme. Erstens alles aus Zone 3. Ein Kundenname im Gedächtnis ist ein Kundenname, der ab sofort in jedem Chat mitschwimmt, und genau das willst du nicht. Zweitens alles Veraltete. Ein Gedächtnis mit alten Preisen und einer Positionierung von vor zwei Jahren ist schlechter als gar keins, weil es Claude in Richtung einer Version von dir zieht, die es nicht mehr gibt.
Und weil dein Business sich schneller ändert, als du denkst, gleich der Pflegetermin dazu: alle drei Monate, zwanzig Minuten, wiederkehrend im Kalender. Gedächtnis unter Einstellungen öffnen, Veraltetes raus, Neues rein.
Für einzelne heikle Gespräche gibt es einen Weg, der gar nichts speichert. Willst du etwas besprechen, das nirgends hängen bleiben soll, starte einen Incognito-Chat, erkennbar am kleinen Geist-Symbol rechts oben. Der landet nicht im Verlauf und fließt nicht ins Gedächtnis. Und wenn du das Gedächtnis für eine Weile komplett ruhig stellen willst, pausierst du es in den Einstellungen, ohne die bestehenden Einträge zu löschen.
Das Kurzprofil deckt dich als Person ab. Die Tiefe deines Geschäfts, Angebot, Preise, Zielgruppe, Stil, bekommt im nächsten Schritt ein eigenes Zuhause.
Dein erstes Projekt
Das Gedächtnis kennt dich jetzt. Für die Geschäftstiefe ist es trotzdem der falsche Ort, und der Grund ist Kontrolle: das Gedächtnis schreibt Claude selbst fort und du siehst es nur, wenn du in die Einstellungen gehst. Deine Angebote, Preise und Stilregeln willst du dagegen jederzeit vor dir haben, ändern und löschen können. Dafür gibt es Projekte.
Ein Projekt in Claude ist ein Arbeitsbereich mit eigenem Wissen. Dateien, die du dort ablegst, liest Claude in jedem Chat dieses Projekts automatisch mit. Du erklärst dich einmal und danach nie wieder.
Leg ein Projekt an, nenn es nach deinem Business, und schreib vier kurze Dateien. Keine Romane, eine halbe bis eine Seite pro Datei reicht.
Datei eins: wer du bist. Dein Business in zehn Sätzen, was du machst, seit wann, für wen, was dich von anderen unterscheidet.
Datei zwei: wen du bedienst. Deine Zielgruppe als Beschreibung, ihre typischen Probleme, die Sprache, in der sie über diese Probleme redet.
Datei drei: wie du klingst. Dein Ton, Sätze, die typisch für dich sind, Wörter, die du nie benutzt. Wenn dir das schwerfällt, kopier drei Texte rein, die du selbst geschrieben hast und gut findest, und schreib darüber: so klinge ich.
Datei vier: was du anbietest. Deine Leistungen, deine Preise oder Preisspannen, dein Ablauf von Anfrage bis Abschluss.
Alle vier Dateien sind Zone 1. Nichts davon berührt Dritte.
So sieht das ausgefüllt aus. Beispiel: eine Fotografin für Business-Events.
Wer ich bin
Ich fotografiere seit zwölf Jahren Business-Events in und um Stuttgart, vorher fest angestellt in einer Agentur. Ich arbeite allein und hole für große Termine zwei Freelancer dazu. Was mich unterscheidet: ich liefere innerhalb von 48 Stunden, das kann in meiner Preisklasse fast niemand.
Wen ich bediene
Marketing- und HR-Verantwortliche in Firmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern, die eine Feier oder Konferenz organisieren und Bilder für Website und Social brauchen. Ihr größtes Problem ist Zeitdruck, sie fragen oft vier bis sechs Wochen vor dem Termin an und haben schon drei andere Gewerke am Hals.
Wie ich klinge
Direkt, warm, keine Kunstsprache. Ich schreibe per Sie, aber nicht steif. Wörter, die ich nie benutze: hochwertig, emotional, einzigartig, Traumbilder.
Was ich anbiete
Halbtag ab 890 Euro, Ganztag ab 1.450 Euro, Abendveranstaltungen auf Anfrage. Ablauf: Anfrage, Rückfragen per Mail, Angebot, Anzahlung 30 Prozent, Termin, Lieferung nach 48 Stunden.
Vier Absätze, keine Stunde Arbeit, und Claude hört ab hier auf zu raten.
Den Unterschied merkst du bei der ersten echten Aufgabe. Dieselbe Bitte, ein Angebot zu formulieren, liefert ohne Projekt einen Text, der von jeder beliebigen Firma stammen könnte, mit erfundenen Details, wo Wissen fehlt. Im Projekt stimmen die Fakten, der Ton sitzt, und du korrigierst Nuancen statt alles neu zu schreiben. Das ist keine Magie. Claude rät nicht mehr, es weiß.
Damit steht die Arbeitsteilung: das Gedächtnis trägt dein Kurzprofil in jeden Chat, das Projekt trägt die Geschäftstiefe dorthin, wo du arbeitest. Das Gedächtnis bleibt schlank, die Tiefe liegt im Projekt.
Das Gedächtnis
Wirkt in jedem Chat, egal worum es geht.
- Wofür
- Dein Kurzprofil. Wer du bist, wie du angesprochen werden willst, was regelmäßig anfällt.
- Wer pflegt es
- Claude schreibt es selbst fort, während du arbeitest. Du räumst alle drei Monate auf.
- Wie sichtbar
- Nur in den Einstellungen. Im Chat läuft es unsichtbar mit.
- Wann es schadet
- Wenn Veraltetes drinsteht oder etwas aus Zone 3 hineinrutscht. Beides schwimmt ab dann in jedem Chat mit.
Das Projekt
Wirkt nur in den Chats dieses einen Projekts.
- Wofür
- Die Geschäftstiefe. Angebot, Preise, Zielgruppe, Stilregeln.
- Wer pflegt es
- Du. Vier Dateien, die du jederzeit öffnest, änderst oder löschst.
- Wie sichtbar
- Jederzeit vor dir, als Dateien im Projekt.
- Wann es schadet
- Wenn du es aufbläst. Eine halbe bis eine Seite pro Datei reicht.
Briefen wie eine neue Mitarbeiterin
Das zweite Element neben dem Wissen ist die Art, wie du Aufgaben stellst. Ein guter Prompt ist kein Zauberspruch, er ist ein Briefing. Du würdest einer neuen Mitarbeiterin am ersten Tag auch nicht „schreib mal was über Angebote" zurufen und dann enttäuscht sein.
Fünf Bausteine, immer in dieser Reihenfolge.
- Rolle. Sag Claude, wer es sein soll. Eine erfahrene Texterin für Handwerksbetriebe liefert anderes als ein neutrales Modell. Eine klare Rolle mit Erfahrung und Blickwinkel hebt die Antwort sofort.
- Kontext. Beschreib die Situation. Für wen ist das, worum geht es, was ist die Vorgeschichte, welche Grenzen gelten. Im Projekt aus dem letzten Kapitel ist ein großer Teil davon schon da, deine vier Dateien füllen den Kontext automatisch. Du ergänzt nur, was an dieser einen Aufgabe besonders ist.
- Aufgabe. Ein klarer Auftrag, Verb nach vorn. Schreib, vergleiche, analysiere, kürze. Eine Aufgabe pro Briefing, nicht fünf.
- Format. Sag, wie das Ergebnis aussehen soll. Länge, Struktur, Tonlage, Tabelle oder Fließtext. Wenn du es nicht sagst, entscheidet Claude, und dann entscheidet es anders als du.
- Rückfragen. Der Baustein, den fast alle weglassen, und der den größten Unterschied macht. Schreib ans Ende: falls etwas unklar ist, stell mir erst deine Fragen, bevor du anfängst. Damit arbeitet Claude nicht mit Annahmen, sondern mit deinen Antworten.
Ein Beispiel, komplett. Dieselbe Fotografin beantwortet eine Preisanfrage:
Du bist eine Vertriebstexterin, die seit Jahren Angebotsmails für kleine Dienstleister schreibt. Du weißt, dass eine Anfrage ohne genanntes Budget meist an einer zu vagen Antwort scheitert.
Eine Marketingleiterin fragt an, ob ich ihre Firmenfeier mit 80 Gästen fotografiere. Termin in sechs Wochen, abends, Budget hat sie nicht genannt. Wir kennen uns nicht, sie schreibt zum ersten Mal.
Schreib die Antwortmail.
Maximal 150 Wörter, per Sie. Ein Preis oder eine Preisspanne muss drin stehen, dazu die zwei Rückfragen, die ich brauche, um verbindlich zuzusagen. Keine Einleitungsfloskel, der erste Satz geht direkt auf ihre Anfrage ein.
Falls dir für Preis oder Leistung etwas fehlt, frag mich, bevor du schreibst.
Rolle, Kontext, Aufgabe, Format, Rückfragen. Fünf Absätze, und drei Dinge passieren gleichzeitig.
Die Rolle bringt eine Haltung mit, die ich selbst nicht mitliefern muss. Der Kontext ist kurz, weil die vier Dateien im Projekt schon wissen, was ich anbiete und wie ich klinge. Und der letzte Absatz greift, weil in meiner Preisliste Halbtag und Ganztag stehen, aber Abendveranstaltungen auf Anfrage laufen. Claude erfindet an dieser Stelle keine Zahl, sondern fragt nach ihr. Genau dafür ist der Baustein da.
Der Kontext ist übrigens der Ort, an dem die Drei-Zonen-Regel praktisch wird: die Anfrage der Marketingleiterin geht als anonymisierter Fall ins Briefing, nicht als weitergeleitete Mail mit Namen und Signatur.
Der Grundstein ist gelegt
Mit diesem Setup arbeitest du bereits anders als die meisten. Claude kennt dein Geschäft, du briefst statt zu hoffen, und die Zonen-Regel läuft automatisch mit.
Darüber liegen zwei Ebenen, die ich hier nur benenne. Connectors verbinden Claude mit deinen echten Tools, Postfach, Kalender, Notion, es liest dann direkt dort, statt dass du kopierst. Skills sind Briefings, die du einmal festschreibst und die danach jedes Mal gleich laufen. So wird aus einem Werkzeug ein System.
Und genau diese Systeme bauen wir im Bootcamp. Live, am eigenen Setup, mit dem Fundament aus diesem Guide als Startpunkt. Die Plätze vergeben wir über die Warteliste.
Häufige Fragen.
Trainiert Claude mit meinen Firmendaten?
Auf dem kostenlosen Plan und auf Pro ist der Training-Schalter standardmäßig an, deine Chats fließen dann in die Modellverbesserung. Schalt ihn in den Einstellungen aus, dann hört das auf, für neue und für schon gespeicherte Chats. Im Team- und Enterprise-Plan steht im Vertrag, dass Anthropic nicht auf euren Ein- und Ausgaben trainiert. Da gibt es keinen Schalter, weil es nicht passiert.
Darf ich Kundendaten in Claude eingeben?
Kommt drauf an, welche. Fakten über dein eigenes Geschäft, dein Angebot, deine Preise, deine Prozesse, immer. Ein Kundenfall ist erst dann sicher, wenn aus dem Text niemand mehr die echte Person erschließen kann, auch nicht über Umwege wie Branche plus Ort plus Rolle. Namen streichen reicht dafür oft nicht. Ist der Fall so speziell, dass Eingeweihte trotzdem wissen, wer gemeint ist, gehört er nicht rein. Namen zusammen mit dem Anliegen, Mailverläufe mit echten Absendern, Gesundheits- oder Gehaltsdaten bleiben grundsätzlich draußen. Wir sind keine Juristen, das hier ist keine Rechtsberatung. Wo es um deinen konkreten Fall geht, gehört ein Datenschutzspezialist dazu.
Brauche ich einen AVV, ist Claude DSGVO-konform?
Solange keine personenbezogenen Daten Dritter reingehen, arbeitest du auf jedem Plan sauber, auch kostenlos, auf Pro und auf Max. Willst du echte Kundendaten mit Personenbezug verarbeiten, braucht dein Unternehmen nach DSGVO einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter, kurz AVV. Den bekommst du ab dem Team-Plan. Der kostenlose Plan, Pro und Max sind Einzelplätze ohne AVV. Der Wechsel auf Team ist der Schritt vom Ausprobieren zum Firmen-Setup. Auch hier gilt, das ist keine Rechtsberatung. Die verbindliche Bewertung für dein Unternehmen macht ein Datenschutzspezialist oder euer Datenschutzbeauftragter.
Wie aufwendig ist das Setup?
Ein Nachmittag. Account, vier Einstellungen, ein Kurzprofil, ein Projekt mit vier kurzen Dateien. Kein Code, kein Technik-Vorwissen. Wer eine neue Mitarbeiterin einarbeiten kann, kann das hier auch, es ist dieselbe Bewegung.
Muss ich Claude jedes Mal neu erklären, wer ich bin?
Nein, genau das nimmt dir das Setup ab. Dein Kurzprofil landet im Gedächtnis und wirkt in jedem Chat. Alles über dein Geschäft, Angebot, Preise, Zielgruppe, Ton, liegt im Projekt und wird in jedem Gespräch dieses Projekts mitgelesen. Du erklärst dich einmal und danach nie wieder. Ändert sich etwas, pflegst du es an einer Stelle nach, nicht in jedem Chat neu.
Dieser Guide ersetzt keine Rechtsberatung. Er beschreibt die praktische Handhabung, keine verbindliche datenschutzrechtliche Bewertung. Die Einschätzung für den konkreten Fall trifft ein Datenschutzspezialist oder der zuständige Datenschutzbeauftragte.
